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ZFB-2015-023

Warum ein Bierblog?

Die Frage ist gut, niemand wird sich dafür interessieren was für Biere ich trinke. Zudem gibt es schon genügend Bierblogs. Warum mache ich mir also die Arbeit? Ganz einfach, seit jeher interessiere ich mich für Bier. Anfangs recht unbedarft, heute sehr interessiert. Angefangen hat es wie wahrscheinlich bei vielen meiner Generation mit Hansa Pils. War das Partybier am Wochenende. Günstiges Dosenbier (damals noch pfandfrei), und geschmacklich fand man es auch voll ok. Später folgten die „Premium“-Marken. War auch ok. Aber irgendwann reichte es nicht mehr. Ich besuchte einen größeren Getränkemarkt und fing an regelmäßig Biere zu kaufen die ich nicht kannte. Von da an war ich Feuer und Flamme. Ich sog alles auf was mir in die Finger kam. Mittlerweile ist mir kaum ein Aufwand zu groß um an irgendwelche Biere zu kommen.
Belgien und die Niederlande sind glücklicherweise nicht weit, wo seid eh und je großartige Biere gebraut werden. Zudem sind die Biere dort auch günstiger wie hierzulande, sodass sich die Fahrt dorthin durchaus lohnt.
In Amerika hat sich in den letzten 30 Jahren eine große Bierszene etabliert, es werden dort großartige Biere gebraut, welche man mittlerweile auch hier kaufen kann. Fassreifung, was man hierzulande nur vom Wein kennt, ist dort seit Jahren schon gang und gebe beim Bier.
Auch deutsche Brauereien verstecken sich nicht mehr hinter dem Reinheitsgebot und probieren sich an kreativen Bieren. Meist sind es junge Brauereien, die über den Tellerrand hinaus schauen. Einige größere Brauereien haben den Trend erkannt und ziehen nach. Ein regelrechter Kult ist da mittlerweile um diverse Hopfensorten losgetreten, jeder will der Erste sein der sie verarbeitet, erfindet das Bier quasi neu. Sie überbieten sich in neu entdeckte Bierstile, die früher gang und gebe waren, wir in Deutschland aber vergessen haben.
Und genau darum geht es mir in dem Blog. Vieles habe ich mittlerweile getrunken, jetzt möchte ich einfach mal festhalten was es so gibt, wie sich das Bier entwickelt, und dabei auch stets Ländergrenzen überschreiten. Ich will das Reinheitsgebot weder angreifen noch verteidigen, ich will einfach nur länderübergreifend Biere probieren und hier festhalten. Letztlich ist für mich das Reinheitsgebot und gutes Bier auch kein Widerspruch, was früher gut war, muß heute nicht unbedingt schlecht sein. Gutes Bier gab es in Deutschland schon immer, nur halt nicht unbedingt im Supermarkt. Und für alte Bierstile muß man halt über die Grenze fahren, solange bis sie auch hier wieder gebraut werden. Und das ist nur eine Frage der Zeit.
Angefangen habe ich in jungen Jahren wie oben erwähnt mit Hansa Pils. Man bewies sich über die Menge die man trank. Jetzt darf es auch mal der holzfassgereifte Imperial Porter sein. Dann trinke ich an 0,33l mal locker zwei Stunden. Für einen guten Wein nehme ich mir auch die Zeit, also warum nicht auch für ein gutes Bier?

Update 01.03.2015:BLAU DWS_Bierbotschafter_Logo_4C

Die Entwicklung geht weiter. In der letzten Februar-Woche habe ich ein paar Tage bei der IHK in Koblenz verweilt, und dort an dem Lehrgang zum Bierbotschafter teilgenommen. Und nach bestandener Prüfung darf ich mich nun Bierbotschafter IHK nennen. Und damit ändere ich nun auch die Philosophie meines Blogs ein wenig. Das Wichtigste ist: alle probierten und hier vorgestellten Biere bekommen keine Punkte mehr! Ich werde Biere nur noch beschreiben und nicht mehr bewerten. So kann sich jeder möglichst unvoreingenommen seine eigene Meinung zum jeweiligen Bier bilden. Ich möchte ja zum probieren anregen, und nicht urteilen!

Update 23.08.2016:

Die Entwicklung ist wieder ein wenig fortgeschritten, denn seit diesem Tag darf ich mich Biersommelier schimpfen und mich mit einer Diplom-Biersommelier Anstecknadel schmücken. Mal schauen wo mich diese Reise nun hinführt.

3 Kommentare zu “Bloginfo

  1. Ha! Da war man Samstag beim 2. Hamburger Craft Beer Day, klickt sich heute ein wenig durch die besuchten Brauereien und durch Seiten auf denen die Biere besprochen sind, zack landet man beim Herrn Hightower!

    Aber ein feines Hansa auf die alte Zeit sollte man nie verschmähen 🙂 . Dann mal Prost, ich schau hin und wieder mal rein und bin ja auch oft in Hamburg an der Quelle um geteste Biere ebenfalls zu erwerben.

    Kennste? http://craftbeerstore.de/ Als ich den Laden mal mit unserem Krefelder Gesellen Pansenmann betrat sagte er nur: Da ist es, das Bernsteinzimmer 🙂 .

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